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Andreas Kannen wird ICES-Deutschlandvertreter

Der Hereon-Küstenforscher und Geograf freut sich auf eine internationale ehrenamtliche Aufgabe

Eine große Anerkennung für den Küstenforscher Andreas Kannen: Der Geograf und stellvertretende Abteilungsleiter am Helmholtz-Zentrum Hereon ist Ende Februar als Deutschlandvertreter im Wissenschaftskomitee des Internationalen Rats für Meeresforschung (International Council for the Exploration of the Sea, kurz ICES) benannt.worden. Dort wird er künftig Brückenbauer sein, zwischen nationaler und internationaler Forschung agieren rund um die Forschungsthemen des ICES.

Porträt Andreas Kannen

Andreas Kannen ist nun ICES-Deutschlandvertreter. Foto: privat

Dr. Andreas Kannen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Küstensysteme – Analyse und Modellierung des Helmholtz-Zentrums Hereon. Als stellvertretender Leiter der Abteilung Sozio-Ökonomie des Küstenraumes forscht er zu Nutzungsmustern und –konflikten im Meer, maritimer Raumordnung und klassischen Nutzungen wie der Fischerei ebenso wie zu jüngeren Nutzungsansprüchen, zum Beispiel aus der Offshore-Windenergie. „Für mich war diese Berufung eine echte Wertschätzung meiner Arbeit. Unsere sozialwissenschaftlichen Themen sind ja oft eher randständig und werden nicht immer breit wahrgenommen“, sagt Kannen.

Sozialwissenschaftliche Perspektive

Vor allem die Lebensverhältnisse und Perspektiven der Menschen an den Küsten sind sein Interessensgebiet. Was treibt etwa junge Fischer an und vor welchen Herausforderungen stehen sie? Wie sind sie institutionell aufgestellt? Wie verändern sich dadurch ihre Zukunftsperspektiven? Als Sozialwissenschaftler konzentrieren sich seine Interessen auf die Rolle der verschiedenen Akteure, Institutionen, Politik-Konzepte, Planungsprozesse und Governance-Strukturen und wie sie die Meeres- und Küstenumwelt formen und verändern. „Durch die erneuerbaren Energien verändert sich gerade sehr viel im Meeresraum. Für mich ist es immer spannend, die verschiedenen Akteure zu ihren subjektiven Sichtweisen zu interviewen. Was wirkt sich wie auf wen aus? Und wie kann man den verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden?“, sagt Kannen.

Andreas Kannen engagiert sich schon seit 2006 beim ICES. Er hat Erfahrung mit der Koordination und Leitung nationaler und internationaler Projekte und Arbeitsgruppen und ist in mehreren Forschungsnetzwerken aktiv. So hat er sechs Jahre lang die Arbeitsgruppe Meeresplanung und Küstenzonenmanagement (WGMPCZM) des ICES geleitet und schlägt die Brücke zu den Akteuren in der Planungspraxis.

ICES: weltweit vernetzt

Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) ist eine multinationale meereswissenschaftliche Organisation, die den gesellschaftlichen Bedarf an wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Zustand und zur nachhaltigen Nutzung unserer Meere abzudecken versucht. Das Netzwerk umfasst rund 6000 Wissenschaftler aus über 700 Meeresinstituten in 20 Mitgliedsstaaten. Durch seine strategischen Partnerschaften erstrecken sich die Aktivitäten über den Atlantischen Ozean als eigentliches ICES-Gebiet hinaus bis in die Arktis und das Mittelmeer, bis zum Schwarzen Meer und in den Nordpazifik. Das Ziel von ICES: Ein besseres Verständnis der marinen Ökosysteme und der von ihnen erbrachten Leistungen voranzutreiben. Und dieses Wissen zu nutzen, um aktuelle Antworten zu finden für das Erreichen von Schutz-, Management- und Nachhaltigkeitszielen.

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Kontakt


Andreas Kannen Stellvertretender Leiter Abteilung Sozio-Ökonomie des Küstenraumes

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Christoph Wöhrle Pressereferent

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