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Vom Satelliten ins Modell

Prof. Dr. Emil Stanev und seine Kollegen vom Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht sind Experten, wenn es um die Kombination von Messdaten und Computermodellen geht. Mit Ihrer Forschung verbessern die Küstenforscher die Vorhersage von Strömungen, Wellen und anderen Größen der Meeresumwelt. In dem Projekt „My Ocean 2“ beteiligen sie sich jetzt an der Entwicklung eines Vorhersageservice für die Weltmeere.

Schadstoffe in den Ozeanen messen oder Änderungen von Meeresströmungen beobachten. Das europäische Projekt „My Ocean“ hat die Weltmeere im Blick. Prof. Dr. Emil Stanev und seine Kollegen vom Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht entwickeln in der gerade gestarteten zweiten Projektphase „My Ocean 2“ Computermodelle weiter und verbessern damit die Überwachung und Vorhersage der Meeresumwelt.

Die Teilnehmer des My Ocean 2 Kickoff Meetings

My Ocean 2 Kickoff Meeting

Ziel des Projektes „My Ocean“: Die Einrichtung eines einheitlichen, Überwachungsservice für die Weltmeere. Der frei verfügbare Online Service stellt Messdaten und Vorhersagen aus Computermodellen zur Verfügung.

Das Angebot an Informationen zu Wasserständen, Strömungen, Nährstoffen oder der Meereisbedeckung richtet sich zum Beispiel an die Schifffahrt, die Fischerei oder den Küstenschutz.

Über 40 der bereits vorhandenen europäischen Meeresüberwachungs- und Vorhersagesysteme sind in „My Ocean“ zu einem gemeinsamen System zusammengeführt und erleichtern den Zugang zu Daten und Informationen.

Vorhersagen verbessern

Um den Zustand der Meere einzuschätzen und vorherzusagen, werden aktuelle Messdaten und Computermodelle kombiniert. Emil Stanev und seine Kollegen aus der Abteilung „Auswertung und Datenassimilation“ am Institut für Küstenforschung sind Experten auf diesem Gebiet.

Im Rahmen der zweiten Projektphase „My Ocean 2“ integrieren die Wissenschaftler Beobachtungsdaten, wie zum Beispiel Satellitendaten zur Meereisbedeckung oder Radarmessungen von Strömungen, in das Computermodell NEMO. In einem ersten Schritt wird die Abhängigkeit von Strömungen und Wellen im Modell berechnet. In Zukunft wird NEMO jedoch auch das Meereis und biogeochemische Komponenten wie den Nährstoffgehalt oder den Sedimenttransport errechnen.

Insgesamt soll die Kompetenz der Küstenforscher den bisherigen Vorhersageservice in „My Ocean“ wissenschaftlich weiterentwickeln und verbessern. Denn die aus der Weiterentwicklung von NEMO gemachten Erkenntnisse können auch in anderen Bereichen angewendet werden.

Hintergrund

Im Rahmen der europäischen Initiative GMES (Global Monitoring for the environment and security) wird „My Ocean“ seit dem 01. April 2012 in der zweiten Projektphase weitergeführt. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission und den Mitgliedsländern finanziert.

Die Daten sind über ein Webportal in einem Katalog mit mehr als 250 Produkten frei zugänglich und werden ständig aktualisiert. Ab Ende 2014 soll der Betrieb des Onlineportals im ECOMF (European Centre for Ocean Monitoring and Forecasting) weitergeführt werden.

Weitere Informationen


Zum Online Service von „My Ocean" Zur Abteilung „Auswertung und Datenassimilation“ am Institut für Küstenforschung

Kontakt


Prof. Dr. Emil Stanev Abteilungsleiter Auswertung und Datenassimilation

Institut für Küstenforschung

Tel: +49 4152 87-1597

E-Mail Kontakt

Max-Planck-Straße 1
21502 Geesthacht