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Erstes wissenschaftliches Speed-Dating am Helmholtz-Zentrum Geesthacht

35 Schülerinnen der Geesthachter Alfred-Nobel-Schule treffen Wissenschaftlerinnen des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG). In schnellen Gesprächsrunden stellen die Forscherinnen sich und ihr Forschungsgebiet vor.

Am 13. Januar 2016 trafen 35 Schülerinnen der Geesthachter Alfred-Nobel-Schule auf fünf Wissenschaftlerinnen des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG). In schnellen Gesprächsrunden stellten die Forscherinnen sich und ihr Forschungsgebiet vor. Im direkten Gespräch gewährten sie einen Einblick in die Wissenschaft und beantworteten den Schülerinnen der Jahrgangsstufe Elf Fragen zu Beruf und Studium.

Prof. Dr. Erica Lilleodden und die Schülerinnen

Prof. Dr. Erica Lilleodden (mitte) nahm sich die Zeit, die Fragen der Schülerinnen zu beantworten. Foto: HZG/Heidrun Hillen

Die Schülerinnen konnten in drei aufeinander folgenden Gesprächsrunden jeweils mit einer Wissenschaftlerin vis-à-vis reden. In diesem Jahr führt das Helmholtz-Zentrum das Date mit der Wissenschaft zum ersten Mal durch. Dazu die HZG-Bereichsleiterin Programmplanung und -controlling, Dr. Iris Ulrich: „Wir möchten insbesondere junge Frauen für ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium gewinnen, um langfristig mehr Führungspositionen in der Forschung mit Frauen besetzen zu können.“

Im MacIC erläutert Prof. Dr. Regine Willumeit-Römer den Schülerinnen ihr Fachgebiet: Biomaterialien für Implantate.

Im MacIC erläutert Prof. Dr. Regine Willumeit-Römer den Schülerinnen ihr Fachgebiet: Biomaterialien für Implantate.
Foto: HZG/Heidrun Hillen

Junge Frauen gezielt zu fördern, ist für das HZG im eigenen Interesse: Rund 80 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im HZG kommen aus den Disziplinen Chemie, Physik, Ingenieur- und Geowissenschaften. In diesen Studienfächern sind Frauen noch immer unterrepräsentiert.

Die Förderung von Schülerinnen ist daher seit langem Teil der Gleichstellungs-Strategie: Bereits seit Einführung des Girls Day in 2001(heute Zukunftstag) beteiligt sich das HZG an dieser Aktion mit einem breitgefächerten Angebot. Insgesamt besuchten im Rahmen des Zukunftstages mehr als 900 Mädchen das Forschungszentrum.

Seit 2014 kooperiert das HZG-eigene Schülerlabor „Quantensprung“ mit dem Hamburger mint:pink-Programm. Das Mädchenförderprogramm ermutigt Schülerinnen der Mittelstufe, in der Oberstufe ein naturwissenschaftlich-mathematisches Profil zu belegen. Dabei besuchen Mädchen aus 10 Hamburger Schulen ausgewählte MINT-Orte, um Naturwissenschaften und Technik praktisch zu erfahren. Dadurch kamen bislang rund 90 Mädchen in das Schülerlabor des HZG.

Die Meteorologin Dr. Katahrina Klehmet und die Schülerinnen

Die Meteorologin Dr. Katahrina Klehmet (2.v.l.) ist PostDoc im Institut für Küstenforschung.
Foto: HZG/Heidrun Hillen

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen kurz vorgestellt:
Institutsleiterin Prof. Dr. Regine Willumeit-Römer hat sich in Biochemie habilitiert und forscht unter anderem zu Implantatmaterial, das sich bioverträglich auflöst. Dr. Erica Lilleodden untersucht mit Hochleistungs-Mikroskopen metallische Legierungen für Anwendungen zum Beispiel im Fahrzeug-Leichtbau. Doktorandin Viktoria Fitseva forscht an Schutzschichten aus Titan für Flugzeuge oder Medizin-Produkte. Dr. Beate Geyer ist Meteorologin und untersucht den Zustand der Atmosphäre, um Aussagen zum Klimawandel in Norddeutschland zu machen. Dr. Katharina Klehmet arbeitet als PostDoc im HZG und erforscht den Einfluss des Klimawandels auf Sturmfluten in der Ostsee.

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